unser Pfarrzentrum St. Paulus Dresden-Plauen
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Wort des Lebens im Dezember 2011   
(Version für Kinder)


„Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!“ (Lukas 3,4)

In der Adventszeit sind wir eingeladen, ein neues Wort zu leben. Die ersten Christen bezogen dieses Wort des Propheten Jesaja auf Johannes den Täufer, der Jesus gewissermaßen vorangegangen war.
Wenn uns die Kirche in den biblischen Lesungen der Vorweihnachtszeit Johannes den Täufer als Wegbereiter für Jesus vor Augen stellt, dann will sie uns zur Freude einladen. Denn Johannes ist wie ein Bote, der den König ankündigt. Und tatsächlich ist ein König im Kommen. Die Zeit naht, in der Gott seine Verheißungen erfüllt, die Sünden vergibt und das Heil schenkt.

„Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!“

Auch wenn das ein Wort der Freude ist, beinhaltet es doch auch eine Einladung, unser ganzes Leben neu auszurichten und es von Grund auf zu überdenken.
Johannes der Täufer hat dazu aufgerufen, dem Herrn den Weg zu bereiten. Aber welcher Weg ist gemeint? Jesus, den der Täufer schon im Voraus angekündigt hat, ist 40 Tage in der Wüste gewesen, bevor er hinaustrat ins öffentliche Leben und mit seiner Verkündigung begann. In der Wüste hat er eine tiefe Einheit mit seinem Vater gefunden. Dort ist er aber auch den Versuchungen ausgesetzt gewesen. Durch diese hat er sich mit uns allen solidarisch gemacht und ist siegreich daraus hervorgegangen.
Später begegnen wir in seinem Tod und in seiner Auferstehung der gleichen Dynamik. Dadurch, dass Jesus seinen Lebensweg voll bejaht hat, ist er zum Vorbild und „Weg“ für uns geworden.
Auf ihn können wir schauen, um zu verstehen, wie wir unserer Berufung, unserem wahren Menschsein entsprechen können.
Jeder und jede von uns ist berufen, Jesus, der in unser Leben eintreten will, den Weg zu bereiten, die Straßen zu ebnen und Hindernisse zu beseitigen, vor allem die Hindernisse aus unserer engen Sichtweise und Schwachheit.
Es braucht Mut, um uns zu entscheiden zwischen „unserem Weg“ und „seinem Weg für uns“, zwischen unserem Willen und dem seiner allmächtigen Liebe für uns.
Haben wir einmal diese Entscheidung getroffen, dann gilt es, unseren eigensinnigen Willen immer wieder mit seinem Willen in Einklang zu bringen.

„Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Straßen!“

Eine praktische, sinnvolle Umsetzung dieses Wortes in unserem Leben wäre, „im Jetzt“ Stein für Stein aus dem Weg zu räumen, um in der Gemeinschaft mit Gott zu leben.

Chiara Lubich
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Erstmals veröffentlicht in: Neue Stadt, Dezember 1997

© Alle Rechte an der deutschen Übersetzung beim Verlag NEUE STADT, München Das „Wort des Lebens“ erscheint auch in der Monatszeitschrift NEUE STADT. Eine kostenlose Probenummer oder ein Abonnement (jährlich 32,- Euro) können Sie bestellen bei: Redaktion NEUE STADT, Hainbuchenstraße 4, 86316 Friedberg, redaktion@neuestadt.com



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