Jugendgebetsnacht

In der Nacht vom 17.zum 18.3. ging das Licht in St. Paulus nicht aus. Die Kirche leuchtete im Kerzenschein und auch in den Gemeinderäumen blieb es hell: Die Jugend war zu einer Gebetsnacht zusammen gekommen. Nach einer feierlichen Messe im Saal und einem kräftigenden Abendessen wurden die nächtlichen Stunden

vorbereitet: Die acht Bitten des Vater unsers sollten von 23.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens meditiert und ins Gebet genommen werden.

Über jede einzelne Bitte wurde in kleiner Runde nachgedacht: Wie verstehe ich sie? Was bedeutet es für mich, dass Jesus uns aufträgt, diese Bitte zu beten? Wir geht es mir damit?

Gerüstet mit diesen Überlegungen gestaltete jede Gruppe je zwei einstündige Gebetszeiten mit Liedern, Gedankenanregungen und Fürbitten; genügend Zeit für Stille blieb auch.

Alle waren mit großem Eifer und einem erstaunlichen Durchhaltevermögen dabei, so dass wir morgens um 7.00 Uhr in einer kurzen Andacht Gott für eine wunderbare durchbetete Nacht danken konnten.

Entstanden war auch ein ganz besonderer Vater-unser-Text, der am Ende jeder Gebetsstunde mit einer eigenen Formulierung zur jeweiligen Bitte entwickelt und auf Plakate geschrieben worden war.

Nach der durchwachten Nacht schmeckte das Frühstück umso besser und mit vereinten Kräften schafften wir auch noch das Aufräumen, so dass zur 9.00 Uhr-Messe sowohl die Kirche als auch die Gemeinderäume wieder für den Gottesdienst und die Kinderkatechese bereit standen. Nur die Plakate blieben noch in der Kirche in der Hoffnung, dass auch andere sich hierdurch zum Nachdenken über das Vater unser anregen lassen würden.

Diese erste Jugendgebetsnacht war für alle eine großartige Erfahrung, die wir nicht missen wollen.

     

Vater unser der Jugendlichen

(entstanden in der Jugendgebetsnacht 2018)

Lieber Traumvater, der du überall bist und alle Menschen liebst,

deinen Namen wollen wir ehren.

Am Ende unseres Weges öffnest du uns die Tür und lädtst uns ein, nach Hause zu kommen.

Das Gute geschehe überall nach deinem Plan für alle Menschen.

Gib uns das, was wir jeden Tag zum Leben brauchen.

Und befreie uns von Schuld, so dass wir lernen, unseren Mitmenschen zu vergeben.

Lasse nicht zu, dass wir an unseren Prüfungen scheitern.

Sondern schenke uns mehr von deiner Barmherzigkeit und Nähe.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit Amen