Adventsgarten in St. Paulus – 2018

„Wir bieten Ihnen einen idyllischen Rahmen für Ihre exklusive Feier“, wirbt ein Restaurant für sein Angebot –für Wohlbefinden, Geborgenheit und ein individuelles, außergewöhnliches, unvergleichliches Erlebnis ist gesorgt, schwingt dabei mit. Dies hat unbestritten seinen Reiz: Man selbst braucht sich um nichts zu kümmern und kann entspannt genießen. Andere schaffen die Rahmenbedingungen für die eigene Feier im großen Rahmen, die – dafür trägt man zuvor Sorge – den finanziellen Rahmen nicht sprengt.

Und welches Angebot macht Gott uns? Wie sieht es mit unserem christlichen Rahmen aus? Vermittelt auch er uns Wohlbefinden, Geborgenheit und ein individuelles, außergewöhnliches und unvergleichliches Erlebnis? Brauchen wir uns um nichts zu kümmern und können entspannt genießen? Welches sind die Rahmenbedingungen unseres Glaubens, unserer Begegnung mit Gott und unseres Umgangs mit dem Nächsten?

Über diese Fragen des eigenen Glaubens, aber auch über die Rahmenbedingungen unseres Gemeindelebens und unserer Strahlkraft als Christen in die Welt hinaus nachzudenken, sind Sie im Rahmen unserer diesjährigen Adventsgarten-Aktion herzlich eingeladen!

 16. Dezember3. Adventssonntag. Sonntag, Tag des Herrn. Der Sonntag umrahmt unseren Alltag, gibt unserem religiösen Leben Struktur und lädt uns jede Woche aufs Neue ein, Euchari­stie zu feiern und Dank zu sagen.

 

 

 

 

 

 15. Dezember– „Rahmenlose Brille“. Durch sie sieht man ungehindert, es gibt keine Begren­zung, die Sicht ist klar. Aber ohne klare Konturen kann auch der Blick auf das Wesentliche verstellt und der nuancierte Ausschnitt aus dem großen Ganzen übersehen werden.

 

 

 

 

 

14. Dezember – Ein vergilbtes, gerahmtes Ahnenfoto: eine zusammengesetzte Gemeinschaft, der Urahn im Mittelpunkt eingerahmt von seiner Familie. Eine lang vergangene Momentaufnahme zeigt uns das Ganze und seine Glieder. Welche Schlüsse können wir daraus für unser Leben als Christen ziehen? Wo ist unser Platz in welchem Ganzen heute? Welchen Teil der Momentaufnahme unserer Gegenwart stellen wir dar?

 

 

 

  13. Dezember – „Wechselrahmen“. Der Rahmen bleibt gleich, sein Inhalt ändert sich. Vieles ist im Fluss, doch die Basis bleibt: Christus ist unser Fundament, seine Botschaft gibt uns Halt.

 

 

 

 

 

 12. Dezember – „Kennst du das Bild auf zartem Grunde, / Es gibt sich selber Licht und Glanz. Ein andres ists zu jeder Stunde, Und immer ist es frisch und ganz. / Im engsten Raum ists ausgeführet, / Der kleinste Rahmen faßt es ein, /Doch alle Größe, die dich rühret, / Kennst du durch dieses Bild allein.“ Mit diesen Versen beginnt Friedrich Schiller sein Gedicht „Rätsel“, und eine Zeile seiner Auflösung lautet: „Es ist das Aug, in das die Welt sich drückt“.

 

 

 

 

 11. Dezember – „einrahmen“, etwas mit einem Rahmen versehen, seine Bedeutung hervorhe­ben, um es an besonderer Stelle zu zeigen; einGERAHMTes, eine Symbiose von Inhalt und Form, ein einzigartiges Ganzes, das seinen Betrachter zum Verweilen und Staunen einlädt.

 

 

 

10. Dezember – Sachzwänge bestimmen den Rahmen unseres Alltags. Wir müssen funktio­nieren, dürfen uns keine Schwäche leisten und bemühen uns, den Anforderungen gerecht zu werden, die andere an uns gestellt haben. Doch manchmal ist es gut und wichtig, einfach einmal „nein“ zu sagen, auszubrechen und sich Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche zu nehmen, um daraus neue Kraft zu schöpfen – auch wenn man damit aus dem Rahmen fällt.

 

 

 

09. Dezember – Im heutigen Evangelium zum 2. Adventssonntag heißt es: „Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.“ Advent heißt Ankunft. In welchem Rahmen bereiten wir uns in unserer Familie, in unserer Gemeinde auf die Ankunft Jesu vor und räumen Hindernisse aus dem Weg?

 

 

 

 

08. Dezember – „Es ist ein Ros‘ entsprungen | aus einer Wurzel zart, | wie uns die Alten sungen | von Jesse kam die Art | und hat ein Blümlein `bracht | mitten im kalten Winter, | wohl zu der halben Nacht.“ Eine herrliche Blume, die in der unwirtlichen Kälte des Winters zum Leben erwacht, als Symbol für die Geburt Jesu, ein Ereignis, das völlig aus dem Rahmen fällt und eine neue Zeit einleitet.

 

 

 

07. Dezember – Die erste Adventswoche ist jetzt vorbei, gut ein Viertel unseres Wegs entlang des Rahmens liegt hinter uns. Sind wir ihn bewusst und offen für Unerwartetes gegangen?

 

 

 

 

 06. Dezember –  Umrahmt von Kindern verschenkt der Heilige Nikolaus Hab‘ und Gut‘. Er sieht die Not um sich herum und handelt. Haben auch wir offene Augen für Menschen in Not in unserer Nähe?

 

 

 

 

05. Dezember – „Im Rahmen bleiben“ oder „aus dem Rahmen fallen“: Nicht immer ist das eine richtig oder das andere geboten. Wie wir uns zu den Dingen verhalten, will immer wieder aufs Neue überlegt und ausgehandelt werden.

 

 

 

 

04. Dezember – Heute ist der Gedenktag der heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute. Von ihrem Vater in einen Turm gesperrt, ließ sie sich heimlich taufen und entkam auf ihrer Flucht durch eine Felsspalte. Mit ihrem Entschluss, sich zu Jesus zu bekennen, sprengte sie den Rahmen all dessen, was ihre Tradition und Herkunft ausmachte. Sind auch wir bereit, mit unserem Bekenntnis zu Jesus heute noch einen Rahmen zu sprengen?

 

 

 

03. Dezember – „Bilderrahmen“. „Fassung für ein Bild“, lautet eine Definition. Das Bild erhält einen festen Halt. Es wirkt ganz anders, wenn es umrahmt, eingefasst ist. Die Fassung, der Rahmen kann die Schönheit des Bildes besonders hervorheben, kann sie aber auch überdecken.

 

 

 

 

02. Dezember1. Adventssonntag. „Wir sagen euch an, eine heilige Zeit. Machet dem Herrn die Wege bereit! Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr. Schon ist nahe der Herr.“ Dies ist eine Ermunterung, aus dem gleichförmigen Rahmen unseres Alltags herauszutreten und uns mit neuer Freude auf die Feier der Menschwerdung Christi vorzubereiten.

 

 

 

 

 

01. Dezember – Am heutigen Samstag wird der Rahmen bis Weihnachten gesteckt: Die 24 Tage der Adventszeit beginnen und mit ihr die Einladung an uns, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und uns auf das Wesentliche unseres Christseins zu besinnen.

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Motto „Im Rahmen bleiben oder herausfallen?“möchten wir auch im Advent 2018 unseren Pfarrgarten wieder in einen Adventsgartenverwandeln. Die begeisterte Resonanz von Stadtteilbewohnern und Gemeindemitgliedern im vergangenen Jahr hat uns motiviert, erneut auf Ihre Kreativität zurückzugreifen. Von Tag zu Tag soll in diesem Jahr ein neu gestalteter Rahmen an einem Baum, einer Bank, einem Stein, einem Zaun, einer Mauer… unseres Pfarrgartens hinzukommen, so dass nach und nach ein ungerahmtes Gesamtkunstwerk entsteht, das zumindest durch die Grundstücksgrenze geRAHMT ist.(Einladungstext von Jadwiga Günther)

 

 

2018-12-16T15:31:07+00:00