Adventsgarten 2020

Nichts hat uns in diesem Jahr so sehr gefehlt, wie die Gemeinschaft mit anderen Menschen. Dem wollen wir in St. Paulus auch  mit unserem Adventsgarten abhelfen:

Hier treffen wir in den nächsten Wochen auf 24 Personen, die uns im Advent, auf dem Weg zur Krippe im Stall begegnen. Von Tag zu Tag wächst die Menge. Wir begegnen kleinen Menschen, solchen im besten Alter, Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren. Es sind Frauen und Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten, Ohnmächtige und Einflussreiche.

Advent ist „Ankunft“. Es geht nicht um das Eintreffen eines erwarteten Pakets sondern um das Ankommen einer ersehnten Person. Und weil wir Menschen soziale Wesen sind, ist Ankunft auch kein Ereignis eines einzelnen, sondern viele Menschen sind daran beteiligt.

Aber welche Personen begegnen uns auf dem Weg zur Krippe, bis zur Ankunft des Ersehnten?

Hier sehen Sie alle „Personen“ in einer Bildergalerie

24. Dezember – HEILIGABEND

HIMMLISCHE HEERSCHAREN

Wir haben den besten Job des ganzen Universums: Denen, die voller Sehnsucht sind, denen, die „von oben“ vielleicht schon nichts Gutes mehr erwarten, verkünden wir heute Nacht den „Frieden auf Erden“, den Neugeborenen, der alles heilen wird. Seid Ihr dann noch wach?

 

 

 

 

 

23. Dezember 

MARIA

Ich bin so erschöpft, ich mag nicht mehr. Da wächst ein Sohn in mir heran, einer, der mit den Großen, mit Jakob und David, mit dem Herrn selbst in Verbindung gebracht wird. Am Anfang war ich so begeistert, dass ich Gott ein Loblied gesungen habe. Aber jetzt ist es doch sehr schwer. Woher kommt einem die Kraft für solche Aufgaben?

22. Dezember 

MITLEIDIGE WIRTSLEUTE

Endlich ist einmal was los hier! Wir haben investiert, nun müssen wir das Geld von den vielen, die wegen der Volkszählung unterwegs sind, wieder reinholen. Unsere Kinder brauchen Brot und eine sichere Zukunft. Wir können nicht alle Not der Welt lindern! Aber dieses Paar braucht jetzt einen Platz zum Ausruhen, oder?

 

 

 

 

 

21. Dezember

HARTHERZIGE WIRTSLEUTE

Endlich ist einmal was los hier! Wir haben investiert, nun müssen wir das Geld von den vielen, die wegen der Volkszählung unterwegs sind, wieder reinholen. Unsere Kinder brauchen Brot und eine sichere Zukunft. Wir können nicht alle Not der Welt lindern! Oder?

 

 

 

 

 

 

20. Dezember

DIE HIRTEN

Wir stehen am unteren Ende der Gesellschaft. Vor den Toren der Siedlungen sind wir gerade gut genug, unter freiem Himmel die Herden zu bewachen. Zwar haben wir einander, trotzdem ist da diese Sehnsucht in uns. Wird sie sich je erfüllen?

19.Dezember 

PROPHET JESAJA

Was Gott durch mich verkünden lässt, ist so groß, dass ich es nicht fassen kann. Wunderbare Bilder lässt er mich jetzt schon sehen: Bilder von einem Kind, das gerecht herrscht und Frieden herstellt. Von einer Welt, in der Lamm und Löwe, Kalb und Bär, Säugling und Schlange miteinander spielen. So wird es sein, wenn der Messias kommt. Können Sie sich das vorstellen?

 

 

 

 

18. Dezember 

JOSEF MOHR und XAVER GRUBER

Wir sind der Dichter bzw. Komponist von „Stille Nacht“. Inzwischen ist weltweit ein Weihnachtsfest ohne dieses Lied fast nicht vorstellbar. Dabei entstand es in der Not: die Orgel in Oberndorf war 1818 kaputt, zur Christmette sollte es aber ein zweistimmiges Lied geben, das mit Gitarre begleitet werden konnte. Das ist uns wohl gelungen. Was bleibt von Ihren Vorbereitungen bei zu diesem Fest?

 

 

 

 

 

 

 

17. Dezember

RUTH, eine Fremde aus Moab

Was mache ich denn hier zwischen all den bedeutenden, wichtigen Personen? Ich bin eine Fremde, komme aus einem anderen Kulturkreis, habe eine andere Religion. Nur die Sorge um meine Schwiegermutter Noomi ließ mich all diese Grenzen überwinden. Dabei habe ich auch mein Glück, eine Zukunft weit über mich hinaus gefunden, aber das war ja nicht geplant. Ob es Gottes Plan war, gerade mich in die Geschichte von König David und Jesus hinein zu holen?

 

 

 

 

 

16. Dezember

STRASSENZEITUNGSVERKÄUFER

Der Drops ist schon gelutscht? In meinem Leben habe ich einige Chancen vertan, bin von der Bahn abgekommen… Doch eine Hand wird immer wieder ausgestreckt. Ja, nach ihr zu greifen braucht Kraft und Mut…

Hast Du in Deinem Leben mal gedacht: “Der Drops ist schon gelutscht?“
Wessen Hand war es bei Dir?

 

 

 

 

15. Dezember

EBENEZER SCROOGE

Eine Nacht kann einen Menschen grundlegend verändern, ich habe es selbst erfahren. Eigentlich war Weihnachten für mich immer nur „Humbug“, verlorene Zeit, verlorenes Geld. Aber die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht öffneten mir die Augen: ich muss mein Leben ändern, wenn es einen Wert haben soll. Haben Sie auch schon so eine (Weih-)Nacht erlebt?

 

 

 

 

 

14. Dezember

HEILIGER FRANZISKUS

Zu meiner Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass es die Menschen schwer haben, sie haben keinen lebendigen Glauben. Ich musste ihnen Gottes Geschichte mit den Menschen noch anders nahe bringen. Also baute ich in einer Höhle in den Bergen von Greccio eine Krippe nach, mit Engeln und Hirten und Ochs und Esel und der Heiligen Familie. Das hat Eindruck gemacht! Jesus wurde ganz lebendig in denen, die dieses Weihnachtsfest miterlebten. Was macht der Aufbau einer Krippe heute mit Ihnen?

 

 

 

 

13. Dezember

HEILIGE LUCIA
eute werde ich wohl (besonders in Schweden) gefeiert, aber das ist mir peinlich. Eigentlich wollte ich doch zu meiner Zeit nur so sein, wie Christus sich das für uns Menschen vorgestellt hat, ich wollte ihm mit meinem Tun nachfolgen, deshalb für andere sorgen und mich nicht ablenken lassen. Ja, dabei hatte ich lustige Einfälle, habe mir einen Lichterkranz auf den Kopf gesetzt, um die Hände frei zu haben zum Helfen. Welche technische Innovation nutzen Sie heute, um Mitmenschen zu unterstützen?

 

 

 

 

 

12. Dezember

FALK
Auch ich lebte in einer Zeit, wo eine schlimme Krankheit unser Leben prägte. Ich verlor dabei meine eigenen Kinder. Diese Tragödie brachte mich dazu, Waisenkinder in meinem Haus aufzunehmen. Ich versuchte Sie zur Freiheit und Verantwortung zu erziehen und ich Ihnen einige freudige Momente zu ermöglichen, das war nicht einfach…
Ich schreib das Lied „O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, Christenheit!
Ist auch für dich die Geburt Jesu ein Grund zur Hoffnung und Freude?

 

 

11. Dezember

DREI WEISE

Wir wollen es wirklich wissen, wir gehen den Dingen auf den Grund, wir scheuen für die Wahrheit keine Kosten noch Mühen. Aber nun kommen wir auch an die Grenzen unseres Verstandes: in einer Futterkrippe, in einem stinkigen Stall gar sollen wir den König der Welt finden können und es ist nicht der römische Kaiser sondern ein jüdischer Säugling? Können Sie das glauben?

 

 

 

10. Dezember

EINE JUGENDLICHE

Sind wirklich nur Leute von Früher auf dem Weg zur Krippe?
Das kann ich kaum glauben.
Oder hat es mit uns heute wenig oder nichts zu tun?

Ich will mir selbst ein Bild machen. Ich weiß zwar nicht so genau, worum es eigentlich geht, aber gerade weil ich noch keine rechte Antwort auf alles habe, finde ich es interessant.

Hat meine Freundin vielleicht Recht, die im Religionsunterricht Dinge gehört hat, die fast unglaublich sind…?

Also selber informieren! Du auch?

 

 

9. Dezember

ELISABETH

Nun ist es also bei meiner Verwandten Maria bald soweit: wie ich wird sie ein Kind bekommen. Unauflöslich scheinen unsere Kinder bereits jetzt miteinander verbunden, sie haben es uns deutlich gezeigt. Gottes Eingreifen hat uns mit Leib und Seele erfasst. Darf er das in Ihrem Leben auch?

 

 

 

8. Dezember

EVANGELIST LUKAS

Wie nur fange ich die Geschichte von Jesus Christus an? Wie vermittle ich, dass dieser von Anfang an  Gottes Sohn war, der zu den niedrigsten Menschen kam, zu denen, die niemand im Blick hatte? Vielleicht sogar zu allen Kreaturen seiner geplagten Schöpfung? Kann die Geschichte mit Frauen beginnen? Soll ich es mal aus deren Perspektive versuchen?

 

 

 

7. Dezember

KÖNIG DAVID

Geschick und Mut, Freundschaft, Erfahrung, Glück und Gottes Beistand haben mich zum mächtigsten König der Juden gemacht. Nun soll einer kommen, der auf meinem Thron sitzen und noch größer sein wird, als ich. Welche zusätzliche Kraft wird er haben?

 

 

 

 

 

6. Dezember

HEILIGER NIKOLAUS

So viel Not herrscht um mich herum. Menschen hungern, Eltern können ihren Kindern keine Zukunft bieten. Aber ich kann helfen.Dabei bin ich nicht Supermann. Ich vertraue auf Gott. Mit seiner Kraft kann ich Not lindern. Welche Not wartet heute auf Linderung?

 

 

 

 

 

5. Dezember

PROPHET MICHA

Bethlehem ist nur eine Kleinstadt, ein paar unbedeutende Häuser um einen Marktplatz südlich von Jerusalem. Aber nicht wir entscheiden, wann oder wo sich das Entscheidende ereignet. Gott sagt, aus Bethlehem wird der Messias hervorgehen. Ich bin stolz, dass ich diese Vorhersage machen durfte. Worauf sind Sie stolz?

 

 

 

4. Dezember

HEILIGE BARBARA

Ich habe Christus kennengelernt. Für meine Generation ist das etwas besonderes, noch werden wir verfolgt, wenn wir uns zu ihm bekennen. Aber immer wieder erlebe ich, dass Gott mich auf meinem Weg beschützt, dass er etwas in mir zum Blühen bringt. Trägt auch Ihr Glauben gerade Knospen?

 

 

 

 

 

3. Dezember

JOSEF

Was passiert hier eigentlich gerade? Ich arbeite hart in meinem Beruf und halte die Gebote, so gut es geht. Mit Maria wollte ich mir eine Familie aufbauen. Jetzt ist sie schwanger, wir müssen nach Bethlehem, um uns in die Steuerlisten eintragen zu lassen: alles ist anders, als ich es geplant habe. Raten Sie mir, dem Engel zu vertrauen, der es mir im Traum als göttlichen Plan enthüllt hat?

 

 

 

 

 

2. Dezember

KAISER AUGUSTUS

Ich bin der mächtigste Mann der Welt, den ich bin der Kaiser. Ich habe Macht über Länder und Menschen. Aber wie viele Menschen sind es? Das muss ich genau wissen! Ich werde anweisen, sie alle zählen zu lassen. Darauf muss man erstmal kommen! Dafür werden sie mich „der Erhabene“ oder sogar „der Göttliche“ nennen. Bin ich nicht gottgleich, mit all meiner Macht?

 

 

 

 

 

1.Dezember

ERZENGEL GABRIEL

Für die wirklich wichtigen Aufgaben werden nur Erzengel entsandt. Ich darf einer jungen Frau aus Nazareth eine Botschaft von Gott selbst überbringen, sie wird aus meinem Wort heraus einen Sohn von Gott bekommen. Er wird heranwachsen unter Gottes Schutz, er wird der Erlöser sein. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Worauf freuen Sie sich in diesen Tagen?