Pater Bänsch OMI

Pater Bänsch OMI 2017-03-14T21:51:59+00:00

Pater Franz Bänsch OMI

Franz Bänsch wurde am 21.03.1899 in Großenhain geboren; nach dem Besuch der Volksschule und des Katholischen

Pater Franz Bänsch OMI

Progymnasiums in Dresden bezog der von 1913 bis 1919 die Ordensschule in Valkenburg (Holland), studierte von 1920 bis 1926 Theologie an der Hochschule der Ordensgemeinschaft der Oblaten (Oblati Mariae Immaculatae – OMI) in Hünfeld. Er empfing am 5. Juni 1925 die Priesterweihe.
Am 13 Januar 1935 wurde er als neuer Pfarrer an der Dresdner Kirche St. Paulus in sein Amt eingeführt. Zu seinen Pflichten, die das Pfarramt für die ausgedehnte Gemeinde umfaßte – sie zog sich von Dresden-Plauen bis hinaus nach Gittersee zur Stadtgrenze nach Freital -, gehörte fortan auch die seelsorgerische Betreuung der Inhaftierten im nahegelegenen Gefängnis. Zu einer unsagbar schweren Bürde wurde sein Amt aber durch die Hinrichtungen, deren Zahl um 1942/43 immer mehr anstieg.

Wenige Monate, bevor das 25jährige Bestehen von St. Paulus gefeiert wurde, beging der Pater am 09.07.1950 sein silbernes Priesterjubiläum.

Pater Bänsch starb im Alter von 62 Jahren am 08.04.1961. Er wurde auf dem Neuen Katholischen Friedhof, Bremer Straße, beigesetzt – in unmittelbarer Nachbarschaft zu vielen der tschechischen und polnischen Opfer, die dort zwischen 1943 und 1945 ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten.

Auf seiner Sitzung vom 28.4.2005 beschloss der Dresdner Stadtrat, den ehemaligen Pfarrer unserer Gemeinde mit einem Straßennahmen zu ehren und somit sein christliches Engagement für Strafgefangene und zum Tode Verurteilte während des zweiten Weltkrieges in Erinnerung zu halten. Auf dem Stadtplan finden sie die Pater-Bänsch-Straße hier.

Erinnerungen von Pater Bänsch (Abschrift)

Die Untersuchungs-Haftanstalt in Dresden George-Bähr-Straße war während des Hitler-Regimes der Schauplatz stillen schweren Duldens und mannhaften Sterbens vieler Deutscher, Tschechen, Polen und sonstiger Ausländer. Die Tschechen kamen zumeist aus Prag Pankraz oder aus einem der Gefängnisse des Sudetengaues. Die meisten behaupteten, es in Dresden besser zu haben wie in den bisher durchlaufenen Gefängnissen. Die Anstalt machte einen sauberen Eindruck. Die Beamten waren ältere und reifere und daher vielfach auch ruhigere Menschen.

Was die religiöse Betreuung der Gefangenen in der Anstalt anbelangt, so stand dafür ein hauptamtlicher evangelischer Pfarrer, der allerdings in den letzten Jahren wegen Einberufung zur Wehrmacht sich durch einen evangelischen Herrn von der Lucaskirche in Dresden vertreten ließ, und ein nebenamtlicher katholischer Pfarrer zur Verfügung.
Die Tätigkeit des katholischen Geistlichen bestand in der Abhaltung des Gottesdienstes, hauptsächlich aber in den Zellenbesuchen und in der seelsorgerlichen Betreuung der zum Tode Verurteilten.

Leider bestanden verschiedene Bestimmungen, die die Teilnahme am Gottesdienst einschränkten bzw. verboten. Ausgeschlossen waren von der Teilnahme am Gottesdienst Polen, Untersuchungs-gefangene, die einen Mittäter hatten, TK-Leute (Todeskandidaten), Strafgefangene, die zu einer mehr als sechsjährigen Zuchthaus-strafe verurteilt waren.
Letztenendes hing es vielfach von den Unterbeamten in der Oberaufsicht und den Belegschaftsführern ab, ob einer für den Gottesdienst gemeldet wurde oder nicht. Weil vielfach das religiöse Interesse bei den Beamten gleich Null war, so wurden Meldungen von Seiten der Gefangenen für den Gottesdienst nicht weitergegeben.
Der Geistliche mußte durch die Zellenbesuche selbst die Wünsche der Gefangenen erkunden. Und wer nicht Gelegenheit hatte, zur heiligen Messe zu gehen, wofür ein Kapellenraum zur Verfügung stand, der konnte die heiligen Sakramente auf der Zelle empfangen. Für den Geistlichen bestand die Schwierigkeit, die Katholiken herauszufinden. Meistens war ja die Konfession der Inhaftierten in der Zellenliste vermerkt. Aber in der letzten Zeit war man dazu übergegangen, die Konfession überhaupt nicht mehr zu vermerken. Es hatte theoretisch jeder Gefangene das Recht, den Geistlichen zu sich rufen zu lassen. Aber praktisch, wer kam auf die Idee, in einem Nazigefängnis einen katholischen Geistlichen als Anstaltspfarrer zu vermuten. Die TK-Leute, soweit sie in Dresden hingerichtet worden sind, hat der Geistliche so ziemlich alle vor der Hinrichtung sprechen können.
Vor jeder Hinrichtung erhielt er einen telephonischen Anruf, der ihn orientierte darüber. Für die Zellenbesuche bestand größte Freiheit, soweit sie nicht durch Übergriffe von unteren Beamten gestört wurde.
Der Geistliche hatte Gelegenheit, den Gefangenen unter vier Augen zu sprechen. Er hatte auch einen eigenen Zellenschlüssel.
Die Zellen waren verhältnismäßig geräumig. Nur waren sie oft mit drei oder selten vier Mann überbelegt. Zum Inventar gehörte ein Klapptisch mit einer kleinen Sitzbank, ein Bettgestell zum Hochklappen, ein Wasserkrug. An der Wand war ein kleines Holzgestell befestigt für die Eßschüssel, Bücher etc. Das Klosett war in der Zelle mit Wasserspülung, die vom Gang aus durch den Zellenwärter in Tätigkeit gesetzt wurde.

Die Zellenwärter hatten überhaupt eine sehr wichtige Aufgabe, die sowohl von Seiten der Beamten als auch von Seiten der Gefangenen als Vertrauensposten betrachtet wurde. Die Zellenwärter konnten den Gefangenen sehr nützen aber auch sehr schaden. Manch ein Zellenwärter hat die Meldung, den katholischen Geistlichen zu sprechen, weitergegeben und hat so seinem Mitgefangenen, der vielfach sein Landmann war, Trost und Glück vermittelt. Andere wurden von den Gefangenen beschuldigt, das Essen ungerecht an die Inhaftierten verteilt zu haben.

Und während man von Tag zu Tag mehr die Anzeichen des körperlichen Verfalls wahrnimmt, kann man nur warten, bis eines Tages eine Belegschaftsnummer gerufen wird; es ist die eigene; und dann hört man den Zellenschlüssel rasseln, drohend und Entscheidung verheißend und hinunter geht’s in die Todeszelle. Da weiß man dann Bescheid: Es ist das Ende.
Die Hinrichtungen fanden in den ersten Jahren des Krieges am Morgen statt. Dann war abends zuvor die Verkündigung, in der die Vollstreckung des Urteils bekanntgegeben wurde.
Die TK-Leute wurden einzeln vor den Staatsanwalt geführt. Beim Eintritt in das Zimmer nannte der Aufsichtsbeamte den Namen des Gefangenen. Der Staatsanwalt wandte sich dann mit folgenden Worten an den TK-Mann: Sie sind durch Urteil des Volksgerichtshofes zu – – – vom soundsovielten wegen z. B. Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Der Herr Reichsjustizminister hat im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsprotektor für Böhmen und Mähren von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Das Urteil wird heute Abend vollstreckt. Haben Sie noch einen Wunsch? Das heißt, wollen Sie schreiben oder den Geistlichen sprechen?
Die meisten wünschten, den Geistlichen zu sprechen, zu schreiben und zu rauchen, was auch immer erlaubt wurde. Die Staatsanwälte sowie der Arzt haben immer wieder betont, daß für Rauchmaterial gesorgt werden möchte. In den allermeisten Fällen haben die Leute auch die Möglichkeit zum Rauchen gehabt.
Dann wurde der TK-Mann in die Todeszelle geführt. Und da meistens noch eine Menge anderer, bis 18/19, das gleiche Schicksal teilten, traf man sich mit seinen Mittätern. Es gab ein meist freudiges Wiedersehen nach vielen Monaten.
Die Haltung der Leute war im allgemeinen sehr gut und gefaßt. In den Wiedersehen mit den Landsleuten lag viel Trost und innere Beruhigung, die das Bewußtsein der Gemeinschaft verleiht. In der Todeszelle, wo meistens sieben bis neun zusammen waren, hatte man Gelegenheit zum Schreiben. Obwohl zu diesem Zwecke die Fesseln von den Händen gelöst wurden, war es doch ein sehr mühsames Schreiben, da es keinen Tisch in der Zelle gab. Man schrieb an die Wand gelehnt oder auf dem Boden liegend. Und doch wollte man seinen Lieben seine letzten Gedanken, den Ausdruck seiner ewigen Liebe übermitteln.
Gegen 12 Uhr kamen die Zellenwärter mit dem Essen. Es war gering wie immer. Ein guter Wachtmeister ließ wohl zuweilen noch etwas Brot bringen. Hier war für den Geistlichen die letzte Gelegenheit, den Gefangenen noch eine kleine Zukost zu geben, soweit er dazu in der Lage war. Jedenfalls hat er immer für Zigaretten gesorgt. Und welch eine erstaunte Freude zeigte sich auf dem Gesicht der Tschechen, wenn sie eine tschechische Marke erhielten, eine Zigarette, der letzte Gruß aus der Heimat.
Soweit die Leute noch einmal zur heiligen Beichte gehen wollten, hatten sie dazu nach dem Briefschreiben Gelegenheit. Zu diesem Zwecke führte der Geistliche sie auf eine Sonderzelle, wo er mit jedem allein sprechen konnte. Am Nachmittag fand dann die gemeinsame Kommunionfeier in der Todeszelle statt. Diese Kommunionfeiern gehören mit zu dem Ergreifendsten, was man erleben konnte. Es war wie in den Katakomben der ersten christlichen Zeit. Um einen kleinen Tisch, der zu diesem Zweck in die Zelle gestellt wurde, geschart, standen die Männer um den Priester der ihnen den Leib des Herrn reichte. Zuerst betete ein Vorbeter die Vorbereitungsgebete in der Muttersprache vor. Und mit welcher Inbrunst haben da manche gebetet. Dann beteten alle zusammen das Glaubensbekenntnis und das „Vater unser“. Wie ganz anders klingen da, kurz vor dem Sterben, diese göttlichen Worte: „Vater, Dein Wille geschehe“! Wenn der Geistliche in eine Zelle eintrat, so lag vielfach ein gewisses Staunen auf dem Gesicht des Gefangenen, der auf alles andere gefaßt war, nur nicht einen katholischen Geistlichen im Gefängnis als Besuch empfangen zu können. Zuweilen rief das plötzliche Auftauchen des Geistlichen in der Zelle einen lähmenden Schrecken hervor, besonders bei den TK-Leuten, die dann gleich vermuteten, daß ihr Gnadengesuch abgelehnt worden sei und die Vollstreckung des Urteils vor der Türe stand. Sehr oft aber schlug dem Geistlichen eine ganz tiefe dankbare Freude entgegen von jenen, die gerade das als letzten Wunsch auf der Seele trugen, vor dem Sterben noch einmal einen katholischen Geistlichen sprechen zu können. Sehr selten ist es vorgekommen, daß der Geistliche abgewiesen wurde. Sehr viele, die früher einmal aus der Kirche ausgetreten waren, verlangten, den Schritt wieder rückgängig machen zu können. Sogar sind eine ganze Anzahl von Gefangenen vom Geistlichen getauft worden, nachdem sie, den Verhältnissen entsprechend, kurz darauf vorbereitet worden sind. Der Seelsorger konnte überhaupt mit großer Befriedigung feststellen, welch großes Vertrauen er als jener der Kirche bei allen Inhaftierten besaß. Mit ihm wurde alles besprochen: die Erinnerungen aus der Jugend, die Vorgänge in der Heimat, die Entwicklung der Strafsache, der Verlauf des Krieges.

In den letzten Monaten des Krieges wuchs naturgemäß die Spannung bei den Gefangenen und die Hoffnung, daß das Ende des Krieges ihnen die ersehnte Freiheit bringen würde. Einen gewaltigen Schritt voran zur Erfüllung der kühnsten Hoffnungen diesbezüglich brachte die Schreckensnacht vom 13 auf den 14. Februar 1945. Der Angriff in der Nacht brachte wohl nur einen kleinen Dachstuhlbrand, der gelöscht wurde. Jedenfalls, wie der katholische Geistliche sich in der Nacht noch überzeugte, war das Zellenhaus in keiner Weise beschädigt und die Gefangenen waren alle ruhig auf ihren Zellen. Erst der Angriff am Donnerstag, dem 15. Februar 1945 brachte Volltreffer in das Rundteil und in den C-Flügel, wo auch einige, vermutlich sechs Tote, zu beklagen waren. Daraufhin wurden die Gefangenen alle mit Ausnahme der nicht Transportfähigen in Marsch gesetzt nach Meißen, von wo der Transport per Eisenbahn nach Leipzig weitergeführt wurde.
Auf diesem Transport sind wohl gegen 150 Gefangene ausgerissen. Andere, wie z. B. Dr. Hruban, sind infolge der Überanstrengung gestorben. General Josef Dostal, der als TK-Mann den Marsch mitgemacht hat, ist umgebracht worden. Am 8. Februar ist die letzte Hinrichtung durch Fallbeil in Dresden gewesen.
Die TK-Leute erforderten eine besondere Betreuung durch den Geistlichen. Sie waren zumeist zum Nichtstun verurteilt und langsam, langsam kroch die Zeit dahin. Ein wahres Martyrium für einen geistig regsamen Menschen.

Insofern war es gut, wenn man einen Kameraden als Leidensgefährten mit auf der Zelle hatte. Manchmal war ein solcher natürlich auch eine starke Belastung, wenn die Charaktere nicht zusammen paßten. Da wurde das gemeinsame Leid besprochen. Immer wieder wurde die Strafsache zum Gesprächsstoff gemacht. Man dachte an zu Hause. Man nahm zum hundertsten Male die Briefe zur Hand, die man schon auswendig konnte. Heiße Liebe und Sehnsucht weckten die Photos, die tröstende Hände in die Briefe gelegt hatten. Man besprach wohl auch die Möglichkeit einer Rettung. Vielleicht stand das Wort „ausbrechen“ in fiebernden Lettern vor dem erregten Geiste. Aber wie? Man möchte meinen, aus so einer modernen Anstalt könnte man nicht ausbrechen, und doch haben es einige zuwegegebracht. Und wenn das ganze Innere der Seele sich gegen so eine entehrende Todesstrafe, wie sie bevorstand, aufbäumte, dann wird in manchen Hirnen der Gedanke, sich selbst das Leben zu nehmen, als rettender Ausweg gestanden haben. Welch eine Seelenfolter bedeutet es, nicht nur wochenlang, nein monate-, ja jahrelang auf die Vollstreckung des Urteils warten zu müssen; und dabei Tag und Nacht gefesselt zu sein, ohne genügende Bewegung, ohne sinnvolle Beschäftigung, ohne jede Möglichkeit, mit der Außenwelt in Berührung zu kommen!

Nach der heiligen Kommunion wurden wieder vom Vorbeter die Danksagungsgebete gesprochen. Da glänzten in den Augen der Männer die Tränen stiller innerer Ergriffenheit und stillen Glückes. Die Erklärung und Erteilung des päpstlichen Segens, der mit einem vollkommenen Ablaß in der Sterbestunde verbunden ist, beschlossen die Feier. Dann stand man auf, reichte sich gegenseitig die Hand, gab sich einander den Abschiedskuß. Jetzt war man für die große Reise in die Ewigkeit gerüstet. Man blieb still in sich gekehrt und betete. Eine halbe Stunde vor der Hinrichtung, die gewöhn-lich um 18 Uhr begann, wurden die Leute fertig gemacht. Das heißt, man zog alles aus bis auf die Hose. Die Hände wurden auf dem Rücken gefesselt. So wartete man auf seinen letzten Gang. Die Leute behielten in den allermeisten Fällen die herrliche Ruhe, die sie sich bei der Kommunionfeier geholt hatten. Man stellte sich in der Reihenfolge auf, wie man aufgerufen worden war.
Wenn draußen auf dem Gang die Herren vom Gericht vorbei zum Hinrichtungsplatz im Hof schritten, dann trat der erste vor den Geistlichen, der mit in der Todeszelle blieb, empfing den letzten Segen und die Generalabsolution und mit einem letzten mutigen Gruß trat er seinen letzten Gang an. In der Zwischenzeit, bis der nächste an die Reihe kam, beteten die Kameraden zusammen das Vater unser für den, den man gerade zum Tode geführt hatte. So gingen sie in den Tod, die Männer, die meistens in der Liebe zur Heimat, für Recht und Gerechtigkeit gearbeitet und gekämpft hatten.

Seltener wurden Frauen hingerichtet. Diese waren in einer Zelle für sich und wurden vor den Männern hingerichtet.
In der ersten Zeit, wo gewöhnlich nur ein TK-Mann hingerichtet wurde, begleitete der Geistliche den Betreffenden von der Todeszelle bis zum Schafott. Bei Hinrichtungen von mehreren war das aber unpraktisch und wurde später auch von der Gerichtsbehörde untersagt. Bis 1943 sind die meisten Leichen der Hingerichteten in die Anatomie nach Leipzig oder Halle gekommen. Ob die Überreste auf einem dortigen Friedhof beigesetzt worden sind, konnte nicht ermittelt werden. Seit 1943 sind die meisten der Hingerichteten auf einem der Dresdner Friedhöfe begraben worden. Die Katholiken auf dem Äußeren katholischen Friedhof auf der Bremerstraße. Die glaubenslosen und evangelischen Christen sind auf dem Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz begraben worden.
Die Gräber auf dem katholischen Friedhof werden nach Möglichkeit gepflegt. In jedem Grabe stehen vier Särge übereinander. Jedenfalls ist dort jede Grabstelle genau gekennzeichnet.

Da ruhen sie nun, die Männer, die in einer Zeit lebten, wo man das Menschenleben nicht mehr hochschätzt.
Die aber in Frieden mit Gott und den Menschen in die Ewigkeit gegangen sind. Sehr viele haben es dem Geistlichen ausdrücklich gesagt, daß sie, die Tschechen, nichts Schlechtes wünschen den Deutschen; daß sie nur fürchten, wie schwer es sich an dem deutschen Volke rächen wird; daß sie sterben für eine versöhnte und friedvolle Welt. Fast alle Tschechen äußerten den Wunsch, in der Heimaterde begraben zu werden.

Bänsch